Fortbildungsseminar am 8. Dezember 2007 "Der Pferdehuf"

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Das bereits zur Tradition gewordene, alljährlich am 8. Dezember stattfindende Fortbildungsseminar des VZHÖ fand wieder in Ramsau zum Hautptthema: „Der Pferdehuf“ statt. Aus Tirol, Kärnten, Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg, Wien, der Steiermark und dem Burgenland waren Huzulenzüchter und –halter angereist, um den Ausführungen und praktischen Demonstrationen zu diesem wichtigen Thema zu folgen.

                Hufpflegeseminar 2007

Am Vormittag hielt Bundeszuchtreferent Gerhard Brandstätter für die Neueinsteiger einen Einführungsvortrag, Irene Zimmermann führte am Beispiel einiger Huzulenpferde vor, in welchem Pflegezustand die Pferde bei Zuchtveranstaltungen vorzustellen sind, welche Ausrüstung dafür empfehlenswert ist, bzw. wie die Pferde darauf vorzubereiten sind. Im Anschluss daran wurde noch die Formwertbeurteilung an Hand von 2 Pferden besprochen.

Nach dem Mittagessen begann Herrn Professor Dorninger mit seinem Vortrag, in dem er darlegte, worauf es ihm bei seiner Art der Hufpflege ankommt: Die gesunde und natürliche Huffunktion als Grundlage für eine unbeschwerte Fortbewegung des Pferdes. Mit zahlreichem Anschauungsmaterial hat er die Anatomie und Physiologie des Hufes verdeutlicht: Die physikalischen Vorgänge mit den Auswirkungen auf Hebelverhältnisse auf Gliedmaße und Hornkapsel - und welchen Einfluss die Winkelung auf Zehenwand, Zehenachse und Hufrolle hat. Im Anschluss demonstrierte er an 4 Pferden- von den interessierten Zusehern dicht umringt - wie negativ sich unsachgemäße, nicht den anatomischen Gegebenheiten entsprechende Hufpflege auswirken kann.
 
 
               Hufpflegeseminar 2007
 
Es wurde sichtbar, wie mangels Hufpflege hervorgerufene Fehlstellungen, die dem Pferd bereits Schmerzen bereiten können, das Pferd unmittelbar nach erfolgter Korrektur die zwanghafte Entlastungsstellung aufgab und eine korrektere Stellung einnahm, was sich auch in der Bewegung positiv auswirkte.
 

Haltungsbedingt, da sich die Pferde nicht mehr, um satt zu werden und Wasser zu finden, weiträumig in der kargen Vegetation von Steppe, Prärie, Tundra oder im Gebirge bewegen müssen, ist es durch den daraus resultierenden mangelnden Abrieb notwendig, die Hufe der Fohlen bereits mit etwa 3-4 Monaten zu inspizieren. Durch das raschere Hufwachstum beim Fohlen und die noch weichen Knochen können sich durch falsche Hebelmechanismen bereits in diesem Alter Fehlstellungen bilden.

                Hufpflegeseminar 2007

 Auf Grund des großen Interesses wird versucht, eine Wiederholung bzw. Fortführung des Seminars zu organisieren.